Schweinehaltung

Eine hohe Rentabilität der Schweinehaltung ist nur dann möglich, wenn das Gebäude entsprechend ausgestattet ist und die Tiere wirksam vor Witterungsbedingungen geschützt werden.

Der Schweinestall sollte eine möglichst hohe Temperaturstabilität sicherstellen, und zwar sowohl an den Tagen und in den Nächten, als auch während des ganzen Jahres, insbesondere aber in der Herbst- und Wintersaison. Eine Begrenzung der Heizleistung in diesem Zeitraum kann die aufgewendete Mühe und die für die Zubereitung von hochqualitativen Futtermitteln und den Gesundheitsschutz der Schweine eingesetzten Geldmittel zunichtemachen. Die Heizkosten können dagegen effektiv reduziert werden, indem man die beste Wärmeisolation - THERMANO AGRO - verwendet.

Ein ebenso wichtiges Problem ist die Sicherstellung der optimalen Temperatur im Sommer, sowie der Schutz der Tiere vor Überhitzung. Bei zu hohen Temperaturen im Schweinestall nehmen die Schweine weniger Futter auf, und die Lebendmassezunahme erfolgt langsamer: mit jedem 1°C über der optimalen Temperatur verringert sich der Futterverzehr um 1-2% und die Zuwachsrate wird um 3% langsamer. Bei hohen Umgebungstemperaturen schwankt bei Schweinen das Wärmegleichgewicht, die Körperwärme steigt übermäßig an und es kommt zur Überhitzung. Durch die hohe Temperatur steigt die Zahl der Atemzüge, es werden übermäßig viel Harn und Speichel ausgeschieden. Durch den Hitzestress kommt es zur Senkung der Produktivität und Schwächung der Geschlechtstätigkeit der Tiere. Der Hitzestress führt bei Säuen und Jungsäuen zu Störungen des Hormongleichgewichts und damit zu der s.g. saisonalen Sommerunfruchtbarkeit. Bei säugenden Säuen wird durch die Überhitzung der Appetit geschwächt, die Sauenmilchmenge sinkt und die Milchzusammensetzung ändert sich - sie beeinflusst negativ die Lebendmassezunahme sowie die Entwicklung der aufgezogenen Ferkel.

Einen wesentlichen Einfluss auf die Konstruktion des Schweinestalls hat auch die Notwendigkeit, eine entsprechend hohe Luftfeuchtigkeit zu gewährleisten. Fehlende oder schlechte Außenwandisolation führt zur Kondensation der Feuchtigkeit auf kalten Oberflächen (Taupunkt). In der Wintersaison kann es sogar zum Reifebeschlag oder zum Einfrieren der Wände und Decken kommen, was unvermeidlich zu deren Zerstörung führt. Eine andere nachteilige Folge des Feuchtwerdens der Wände im Schweinestall ist die Entwicklung von Bakterien, die bei den Tieren Krankheiten verursachen.